Stadtknechte und Dorfhauptmannschaft

Der Stadthauptmann zu Pferd und der Stadtleutnant führen die Gruppe der Stadtknechte an. Leichter und nicht so einheitlich bewaffnet war die Dorfhauptmannschaft.

Stadthauptmann, Stadtleutnant und Stadtknechte

Der Stadthauptmann zu Pferd und der Stadtleutnant führen die Gruppe der Stadtknechte an. Sie nahmen Polizeiaufgaben in der Reichsstadt wahr. Sie sorgten für Ruhe und Ordnung, standen Wache an den Toren und kontrollierten die Ein- und Ausfahrenden. Um der Sicherheit der Bürger wegen wollte der Rat der Stadt wissen, wer sich in ihren Mauern aufhielt. Jeder Bürger der Stadt mußte diese verteidigen. Jeder Zunft war ein Abschnitt der Stadtmauer zur Verteidigung anvertraut. Die Hauptwaffe der wehrfähigen Bürger war der Spieß. Daher nannte man diese verteidigungsbereiten Bürger "Spießbürger", eigentlich eine Ehrenbezeichnung.

Dorfhauptmannschaft

Leichter und nicht so einheitlich bewaffnet war die Dorfhauptmannschaft. Sie ist auch Beleg für die enge Verbindung zwischen Stadt und Land. Der Dinkelsbühl direkt umgebende Landbesitz war relativ klein und hätte die Ernährung der Reichsstadt nie sichergestellt. Die Stadt, das Spital, andere Stiftungen, wohlhabende Bürger und der Deutsche Orden hatten Liegenschaften auf dem Land gekauft. Somit reichte der Streubesitz Dinkelsbühl´s im Norden bis Erzberg, im Westen bis Bergbronn und im Süden bis Greiselbach. Dieser Streubesitz konnte ganze Dörfer umfassen, oder auch nur wenige Gehöfte einer Ortschaft Die wehrfähigen Männer dieser Höfe waren in Dorfhauptmannschaften eingestellt und kamen der Stadt in Not- und Kriegszeiten zu Hilfe. natürlich konnten sie auch ihre Dörfer verteidigen. Auf ihren drei Gespannen führt die Dorfhauptmannschaft Versorgungsgüter und Kriegsmaterial mit.

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