Der Schwedenobrist Klaus Dietrich von Sperreuth

"Gotte mög euch lohnen Eure Menschlichkeit..."

Die Kinderzeche stellt ihn als rauhen Haudegen dar. Sein persönliches Schicksal, nämlich der Tod seines kleinen Jungen wenige Wochen vor der Belagerung Dinkelsbühls im Jahre 1632, bewirkt in ihm eine rührende Wendung. Als ihm die Kinderlore mit der unmündigen Kinderschar singend und flehend entgegenzieht, verschont er die Stadt vor Plünderung und Brandschatzung. Sein Lebenslauf ist bis heute noch nicht vollständig erforscht.

Sein abwechslungsreiches Soldatenleben während der Wirren des Dreißigjährigen Kriegs gäbe reichlich Stoff für einen Abenteuerroman. Er gehörte nicht zur ersten Garde unter den Heerführern, trotzdem ist er eine schillernde Persönlichkeit. Er hat eine steile berufliche Karriere durchlaufen, manchmal spielte sicherlich auch eine rücksichtslose Ellenbogentaktik eine Rolle; es steht jedoch fest, daß er politisches und militärisches Fingerspitzengefühl besaß. Sein Weg führte ihn kreuz und quer durch Deutschland.

Er war auch im Ausland tätig; er diente unter dänischer, schwedischer, kaiserlicher, venetianischer und österreichischer Flagge. Insgesamt läßt sich sagen, Klaus Dietrich von Sperreuth war ein unsteter Geselle, der so recht die Wirren des großen Krieges für sich persönlich ausnützte. Der regierende Bürgermeister charakterisiert ihn zum Schluß des Festspiels aber so: "Gott mög euch lohnen Eure Menschlichkeit, wir können nur mit Segenswünschen danken und mit dem Ruf aus den erlösten Herzen, Heil dem großmütigen Besieger!"

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© Historisches Festspiel "Die Kinderzeche" www.kinderzeche.de