Den reichsstädtischen Teil des Festzuges führen zwei Stadtknechte an. Ihre Uniformen sind in den Stadtfarben rot und weiß gehalten. Sie dienen quasi als Hinführung zum Hauptthema der Kinderzeche, zur Kinderlore und ihrer Gruppe. Im Festspiel wird ihre Tat lebendig. Sie hört vom schwedischen Parlamentär, daß der Schwedenobrist Sperreuth die traurige Kunde vom Tod seines Söhnchens erhalten hat. Daraufhin beschließt sie, mit allen Kindern der Stadt dem schwedischen Feldherren entgegenzugehen, an der einen Hand einen blonden Buben, an der anderen Hand ein Mädchen. Dieser Bub gleicht dem eigenen, verstorbenen Kind des Obristen und er verschont die Stadt um der Kinder willen. Mag die Erzählung von der Kinderlore auch Legende sein, ihre Tat ist zeitlos. Sie zeigt Zivilcourage auch vor einem übermächtigen Feind.